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Parent-Child Interaction Therapy (PCIT) ist ein von Sheila Eyberg und Mitarbeitern in den USA entwickeltes manualisiertes Therapieprogramm für 2-6jährige Kinder und deren Eltern. Primär wurde PCIT zur Behandlung von Störungen des Sozialverhaltens konzipiert, zwischenzeitlich findet es aber auch Anwendung bei Kindern mit ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen und internalisierenden Störungen.

PCIT basiert sich auf der sozialen Lerntheorie und der Bindungstheorie und fokussiert auf die Interaktion zwischen dem Kind und seinem (sozialen) Elternteil. Dabei hat PCIT zwei wesentliche Ziele: den Aufbau bzw. die Konsolidierung einer möglichst guten Eltern-Kind-Beziehung (v.a. in der ersten Behandlungsphase, dem Spieltraining [ST]) sowie die Etablierung eines effektiven elterlichen Erziehungsverhaltens mit konsekutiver Abnahme kindlicher Verhaltensprobleme (v.a. in der zweiten Phase, dem Erziehungstraining [ET]).

Im Vortrag werden neben den Grundlagen sowie den wesentlichen Therapie-Elementen von PCIT auch Befunde zur Evidenz der Therapie dargestellt. Darüber hinaus wird der Stand der Implementierung von PCIT in Deutschland vorgestellt.